No autumn

Andreas Kroll

Aus einer anderen Sicht herraus

Es sind letzlich nicht die Kränkungen, die krank machen, sondern wie sie erlebt und verarbeitet werden. Bei allem stellt sich die Frage, wovon wir ausgehen. Sie entscheidet darüber, ob wir unzufrieden, verbittert oder dankbar sind in der Lage in der wir uns befinden. Von Heinz Gerlach stammt die Aussage "Alles ist relativ. Ein Haar in der Suppe ist relativ viel. Ein Haar auf dem Kopf ist relativ wenig. Wer wenig hat, kann sich dennoch als reich ansehen: weil er wenig braucht und zufrieden ist. Viele klagen, dass sie nicht haben, was sie wollen. Sollten sie nicht dankbar sein, dass sie nicht alles bekommen, was sie verdienen würden? Es gibt Gold, dessen Erwerb überhaupt nichts kostet: Dankbarkeit." - Nicht die Schwierigkeiten machen heilige, sondern die Reaktionen auf diese Umstände!

Die Macht der Gefühle!
Unsere Gefühle sagen uns immer das, was wir am liebsten hören möchten. Sie drängen uns, bestimmte Ziele zu verfolgen. Wenn diese Ziele falsch sind, versuchen wir, sie in unseren Gedanken zu rechtfertigen und belügen uns selbst. Wer sich von seinen Gefühlen leiten lässt, ist niemals objektiv.
Übersteigerte Verliebtheitsgefühle und idealisierte Liebesvorstellungen zeugen von überhöhten Erwartungen und enden in der Regel in Enttäuschung und Unzufriedenheit. Gefühle pflegen, indem wir ihnen durch unsere gedanken Nahrung geben, kann der Körper verückt spielen. Stress ist heute ein Begriff, der in aller Munde ist. Früher arbeitete man in der Regel länger und schwerer und hatte weniger Freizeit, und doch fühlte man sich nicht gestresst. Es ist eben nicht in erster Linie körperliche Überarbeitung, sondern es sind emotionale Belastungen durch gestörte Beziehungen, die Stress auslösen und das Risiko einer Erkrankung erhöhen, denn Ängste, Wut, Eifersucht und Ärger können das Immunsystem lahm legen, die Abwehr gegen Vieren und Bakterien.
Wir müssen und bewusst dafür entscheiden, Gottes Wort (die Bibel) mehr zu glauben, als unseren Gefühlen, jeden Tag neu. "Ich bin so verletzt, das schaff ich nicht."
Aber sollten wir uns bewusst dafür entscheiden, Gottes Wort mehr zu glauben als unseren Gefühlen, jeden Tag neu. "Ich will nicht, er oder sie hat es nicht verdient, dass ich mich ihm oder ihr wieder freundlich zuwende?" Bedenke: Wie steht es mit deiner Schuld?
Hast du es verdient, dass Gott dir vergeben hat? Ist es nicht Gnade? Warum hälst du fest, was dich quält und krank macht? Gott meint es gut mit uns, wenn er von uns verlangt, sie zu lieben, die uns Übles zufügen. Wir werden frei, frei von destruktiven Gefühlen, sie uns niederdrücken, seelisch gesund. Ist es nicht das, was wir von Herzen wünschen?

- übernommen aus: "Die Boten" christliche Bühne Yvonne Schwengeler